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Die Neuro - Endokrine - Immunverbindung aus der osteopathischen Sicht

06. - 08. September 2018

Dozent: René Zweedijk D.O. BSc (Hon) Ost Med.

Kurssprache: Deutsch

Gebühr: 480,00 € – (inkl. Mittagsimbiss und Getränke)

25 Plätze

Die Mitnahme von folgenden Hilfsmitteln wird  empfohlen:
Anatomie Atlas, Schädel, gute Hände und einen offenen Geist.

Kurs Inhalt - Zusammenfassung: (ungekürzt siehe unten)
In der Vergangenheit waren es die Infektionserkranken, die viele Menschen das Leben gekostet haben. Heute sind die Infektionserkrankungen durch die moderne Medizin soweit in Schach gehalten, dass nur noch wenige Menschen davon betroffen sind. Dafür verzeichnen wir allerdings eine deutliche Zunahme der Autoimmunerkrankungen und Allergien, die sogar unsere DNA beeinflussen können, was für unsere Nachfahren von großer Bedeutung sein kann.
In dem dreitägigen Seminar wird der Holländische Osteopath, René Zeedijk, D.O zeigen, wie wir als Therapeuten das Neuro – Endokrine – Immunsystem stimulieren können, um unsere Selbstheilungsmechanismen zu aktivieren.

3-mal (25 Unterrichtsstunden)
6. – 8. Sept. 2018, Do. / Fr. 9:00 – 17:00 Uhr, Sa. 9:00 – 14:30 Uhr

VHS, Karlstraße 25, LzO Forum

In Zusammenarbeit mit der Oldenburger Gesundheitakademie (VHS)

Volkshochschule Oldenburg e. V.

Karlstraße 25
26123 Oldenburg

Anmeldung: Frau Claudia Grove

Email: grovezMxH7gT8iPxQs9vTwQmVxZy5rTfXvhs-ol.de

Tel: 0441 9239132
Fax: 0441 9239113

Anmeldung: Hier

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Ungekürzte Fassung:
In den ersten Anfängen der Osteopathie war Andrew Taylor Still damit beschäftigt, eine Lösung für die hoch infektiösen Erkrankungen zu finden, die in seiner Zeit zu einer hohen Sterblichkeitsrate geführt haben.
In der heutigen Zeit sind infektiöse Erkrankungen immer noch zahlreich vorhanden, aber durch die Verbesserung der Hygiene und die Weiterentwicklung der Medikamente können viele Menschen geheilt werden.
Die neuen Erkrankungen, die wir heute sehen, sind autoimmune- und degenerative Erkrankungen. Osteopathie kann hier eine wichtige Schlüsselrolle bei der Prävention und Behandlung dieser Erkrankungen übernehmen, sowie in der Zeit von Andrew Taylor Still mit den hoch infektiösen Infektionen.
Die physiologische Basis für den Selbstheilungsmechanismus liegt in der Funktion der Neuro – Endokrine – Immunverbindung.
In dem dreitägigen Seminar werden wir das Neuro – Endokrine – Immunsystem entdecken und lernen, wie es unseren Selbstheilungsmechanismus beeinflusst und wie wir es testen und behandeln können.
Am ersten Tag werden wir sehen, wie die Genetik und die Epigenetik durch unseren eigenen Selbstheilungsmechanismus beeinflusst werden.
Wir werden einen kurzen Einblick bekommen, inwiefern unsere Gesundheit unsere DNA beeinflusst. Wir werden uns anschauen, wie sich Probleme  unserer Vorfahren auf unsere Gesundheit auswirken können.
Wie in der Anatomie können wir Evolutionsstufen unserer Entwicklung erkennen; das sind dieselben, die auch in der Physiologie vorkommen. Die unterschiedlichsten Entwicklungsstufen häufen sich zu einer Art Turm an und beeinflussen sich gegenseitig in unserem Körper. Eine wichtige Rolle spielen die Zytokine¹ in der Kommunikation zwischen Zellen, Gewebe, Nerven- und Endokrinen System.
Wir werden die Rolle des Botenproteins besprechen, wie sie unsere tägliche Arbeit beeinflussen und werden weiterhin entdecken, wie unser autonomisches Nervensystem gebaut ist und wie es funktioniert. In diesem Zusammenhang werden wir über die Rolle der Retikulärformation², Hypothalamus, Hirnstamm, Rückenmark und autonome Ganglien sprechen.

Wir werden Gesundheitstests durchführen, um den Gesundheitszustand unserer Patienten besser erkennen zu können.

Wir werden Techniken wie CV3, EV4 durchführen. Wir werden alle autonomen Stufen behandeln, um unser autonomes Nervensystem beeinflussen zu können.Während des zweiten und dritten Tages werden wir uns das Endokrine System und das Immunsystem anschauen und erkennen, wie diese Systeme durch das Nervensystem beeinflusst werden.

Folgende Strukturen werden getestet und behandeln:
Hypothalamus, Hypophyse, Schilddrüse, Nebennieren, Zirbeldrüse, Thymus, Knochenmark, Bauchspeicheldrüse, Ovarien, Hoden, Milz und das Lymphatische System.

Während des dritten Tages werden wir eine Behandlungsstrategie für folgende Erkrankungen erstellen:
Multiple Sklerose (Encephalomyelitis disseminata), Allergien, Rheumatische Arthritis, Morbus Crohn, Diabetes mellitus, Autismus, Depression, Burn-out (Chronisches Erschöpfungssyndrom).


¹ Zytokine: Als Zytokine (auch: Cytokine; von altgriechisch κύτος kýtos ‚Gefäß‘, ‚Höhlung‘; und kinos ‚Bewegung‘) werden Proteine bezeichnet, die das Wachstum und die Differenzierung von Zellen regulieren. Sie sind eine Gruppe von Peptiden, die vor allem die Proliferation und Differenzierung von Zielzellen einleiten oder regulieren. Einige Zytokine werden dementsprechend als Wachstumsfaktoren bezeichnet, andere spielen eine wichtige Rolle für immunologische Reaktionen und bei Entzündungsprozessen[1][2] und können dann als Mediatoren bezeichnet werden. Man unterscheidet im Wesentlichen fünf Hauptgruppen von Zytokinen: Interferone, Interleukine, kolonie-stimulierende Faktoren, Tumornekrosefaktoren und Chemokine.
In der Zellbiologie nimmt die Bedeutung der Zytokine ständig zu. Mehrere Zytokine werden heute bereits kommerziell als rekombinante Proteine produziert. (Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Zytokin)


² Retikulärformation: Die Formatio reticularis oder Retikulärformation (von lateinisch formatio „Gestaltung“, „Bildung“ und reticularis „netzartig“) bezeichnet ein ausgedehntes, diffuses Neuronennetzwerk im Hirnstamm, das von der Medulla oblongata (verlängertes Mark) bis zum Zwischenhirn (Diencephalon) reicht. Die Formatio reticularis setzt sich nach vorn in das mediale Vorderhirnbündel fort. Die Neurone sind entweder maschenartig diffus verstreut oder zu Kernen verdichtet. Gut abgrenzbare Kerne innerhalb der Formatio reticularis sind die Raphekerne (medianer Anteil) und der Locus caeruleus. Darüber hinaus ist eine zytoarchitektonisch großzellige Kerngruppe im medialen und eine kleinzellige Kerngruppe im lateralen Anteil zu unterscheiden. Die zu höheren Hirnzentren aufsteigenden Neurone haben sensorische Funktionen, während die zum Rückenmark absteigenden (Efferenzen) motorische Funktionen besitzen.(Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Formatio_reticularis)